23. März 2015

50 SHADES OF DOG TRAINING

 

 
 
"Lucky!!! Komm!! Koooomm!! KOOOOMM!!!! HIIIER!! HIIIERHER UND SITZ!!! ALSO JETZT KOMM ENDLICH HER UND MACH SITZ FÜR DIE MUTTI!!" Frau Zitterbusch rief und rief, während Lucky sich in seinem modischen Geschirr mit lustiger Aufschrift am anderen Ende der Flexi-Leine an irgendeiner Spur am Wegrand ins´s Koma schnüffelte...

Kein wirkliches. Aber nah dran. Er war zumindest in seiner Reaktion genauso. Irgendwann kam er dann zu Frauchen gewedelt. Und es gab eine hinten drauf. Für Lucky. Nicht für Frauchen. Frauchen hätte ich gerne eine vorne drauf.. Hab´s aber gelassen. Ich will ja keinen Ärger. Und verstanden hätte sie es sowieso nicht. Schön wär´s ja. Dann würde es sich lohnen ;-)
 
So trug es sich zu. Das Elend, was man in leicht abgewandelter Form, trotzdem aber nicht weniger schlimm, tagtäglich beobachten kann, wenn man unterwegs ist. Egal wo auch immer. Für mich ist es besonders schlimm zu beobachten, was manche Leute mit ihren Hunden anstellen. Ich bin vom Fach. Ich bin Hundetrainerin. Das sag ich immer. Eigentlich bin ich Problemhundetherapeutin. Ich komme also in´s Spiel, wenn ein Hundeerzieher versagt hat. Oder Herrchen. Oder Frauchen. Oder dem Hund in der Welpenspielgruppe klar geworden ist, dass ja gar nicht gespielt wird, sondern gekämpft, geschubst, gebissen, sich ausgetestet, untergebuttert, gemobbt. Leider hatte Herrchen oder Frauchen diesen Geistesblitz nicht und hat Hundchen jeden Samstag um 11 Uhr in die Hundeschule gebracht zum Spiiiielen. Ob er will oder nicht. Wir haben ja schließlich auch jeden Samstag um 16 Uhr Bock zu Ikea zu fahren. Ins Getümmel und Gewühle. Und Geschubse. Gut, gebissen wurde ich dort noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Wer mir auf Instagram folgt weiß, dass dort vor fremden Einkaufswagen samt Inhalt schonmal nicht Halt gemacht wird. Weit sind wir also nicht mehr entfernt. Es schickt mich, oder sagen wir uns, also jemand jeden Samstag um 16 Uhr zu Ikea. Weil wir genau dann Leute um uns herum brauchen. Immer. Jeden Samstag um 16 Uhr. Ob wir wollen oder nicht. Sinnfrei, oder? Tja, warum macht man´s dann mit seinem Hund?
 
Trainingsvorbereitung für mich...


...und ihn :-)

Zurück zu den Problemen. "Neee, wir haben keine Probleme. Ich ruf Sie an, wenn er gebissen hat. Hat er bis jetzt noch nicht. Nur gezwickt. So´n gaaanz klein wenig." So zur Info sozusagen.. Meine Ausbildung war gut, mehr als das. Die Prüfung hat mir noch eine ganze Menge mehr graue Haare gebracht als ich ohnehin schon habe. Dafür Nerven gekostet. Aber ich bin froh, das durchgezogen zu haben. Allein schon deshalb, weil es meine Sicht auf Hunde und den Umgang mit ihnen um 180 Grad gedreht hat. Zum besseren hin. Ganz deutlich. Und wenn´s den Leuten hilft, das Problem nicht zu benennen sag ich halt, ich bin Hundetrainerin. Ich bin stolz, mich Zertifizierte Problemhundetherapeutin nach S.D.T.S.® nennen zu dürfen. Wenn es ihnen aber den Einstieg erleichtert, Ihnen hilft, sich Hilfe zu suchen. Why not? Ich möchte ja was bewirken, den Leuten ihr Tier näherbringen, das Verständnis verbessern. Und den Umgang. Dass der Hund wie ein Hund verstanden und behandelt wird und nicht wie eine angezogene betüddelte Babypuppe. Mit der man reden muss. Jaaa, er versteht ja sonst nicht, was man möchte. Und mit nem spanischen Hund aus dem Tierschutz musst du spanisch reden, der kann kein Deutsch. Genauuuu :-) Ich möchte die Leute zum Nachdenken anregen. Und zum Umdenken.
 
 
Hund auf dem Sofa? Why not? Bei mir kein Thema. Hunde machen übrigens an ganz anderen Sachen aus, wer das Sagen hat ;-)
 
 
Lucky hieß übrigens nicht Lucky. Frau Zitterbusch auch nicht Frau Zitterbusch. Die Namen wurden von der Redaktion geändert, um Ähnlichkeiten mit lebenden oder bereits toten (Gott ist das jetzt makaber) Personen oder Tieren zu vermeiden. Wie eingangs erwähnt, ich möchte keinen unnötigen Stress ;-).. Was soll ich sagen. In dem Moment hab ich nichts gesagt. Auch sonst halte ich mich mit Kommentaren zurück. Mittlerweile. Ich hätte nie gedacht, dass der Satz “Ihr müsst lernen, wegzuschauen und solltet ungefragt keine Kommentare abgegeben“ doch wirklich wahr ist. Isser aber. Leider. Man lebt deutlich ruhiger.
 
Warum Lucky nicht auf's Rufen von Frau Zitterbusch reagiert hat? Na? Was denkt ihr? Zu leise gerufen? Zu undeutlich? Der Hund war genau der aus Spanien und hat´s nicht verstanden? Nee, weder 1 noch 2 und schon gar nicht 3. Genauso sinnfrei wie sie nach Lucky gerufen hat, genauso wenig hatte er eine Chance zu reagieren. Warum? Weil die gute Frau ihn den ganzen Tag wie ein krankes Pferd vollquatscht und er ihre Stimme mittlerweile gekonnt (wahrscheinlich zum Eigenschutz ;-)) ignoriert. Wie ihr Mann höchstwahrscheinlich auch. Falls sie einen hat. Mit nur einem Unterschied. Der Mann kann gehen, wenn´s ihm zu bunt wird. Der Hund kann das nicht. Er ist über´s Futter mit Frauchen verbunden. Noch. Wer weiß, was er so alles findet am Wegrand. Für unsere Hunde haben wir, ich spreche jetzt mal für alle Hundebesitzer, eine große Verantwortung übernommen. Sie zu pflegen und zu füttern. Ihnen ein Zuhause zu geben. Und Zuwendung. Aber auch, sie angemessen und artgerecht zu halten und mit ihnen nicht den unerfüllten Kinderwunsch zu kompensieren. Oder den fehlenden Partner. Oder weil man zugenommen hat und findet, ein Hund wäre super, da MUSS man raus an die frische Luft. Mit dem kann man joggen gehen und da nimmt man bei ab. Joggen gehen kann man ja auch alleine so schlecht.




 

Alles das sind die denkbar ungünstigsten Argumente, sich einen Hund in sein Leben zu holen. Da tut´s auch eine Zimmerpflanze. Die geht maximal ein, wenn sie nicht gegossen wird und man kann sie von morgens bis abends dusselig quatschen. Ein Hund ist ein Lebewesen mit Bedürfnissen. Er möchte geführt werden. Egal ob Mops oder Rottweiler. Von jemandem, an dem er sich orientieren kann. Der ihm Sicherheit gibt und auf den er nicht aufpassen muss, weil dieser durch seine schwammige Art und verniedlichende Behandlung für den Hund scheinbar nix auf die Reihe bekommt. Da werden die Rollen schnell mal vertauscht und der Hund übernimmt die Führung und klärt die Situation. Und ganz schnell wird der Hund als aggressiv abgestempelt. So, und jetzt mal ganz logisch und rational nachgedacht. Wer hat nun hier das Problem?

Ich beglückwünsche jeden Kunden, der sich bei mir meldet. Dass er den Mut hat, sich einzugestehen, dass er nicht weiter kommt und sich Hilfe holt. Das ist ein großer Schritt, aber in die richtige Richtung. Falsch verstandener Stolz bringt weder Mensch noch Hund weiter und schon gar nicht zusammen. Ich finde es immer erstaunlich, dass Hundebesitzer nicht an Methoden zweifeln, die dem Hund Schmerzen zufügen. Es wird ohne zu überlegen an der Leine gezerrt, am Nacken geschüttelt, die Schnauze zugedrückt, mit klirrenden Schellen nach dem Hund geworfen, ihn mit Wasser vollgespritzt, damit er dies und das nicht mehr macht. Oder auch der kleine Klaps auf den Po, der ja noch keinem geschadet hat. Das alles wird gemacht oder machen gelassen ohne zu reflektieren, was man da eigentlich anstellt, die Bindung stört, den Hund von sich wegbringt anstatt zu sich hin.

 
 
 
 
Kommt man dann wie ich mit gewaltfreiem Hundetraining um die Kurve, wird man belächelt. Weil es nicht cool ist. Ich muss den Hund doch anbrüllen, damit er Respekt hat, pariert und funktioniert, so wie wir das wollen. Hart durchgreifen. Zumindest doch wenigstens mit ihm reden. Wie beim Bund. FUUUß!!! Aha. Weiß er ja auch, was das ist. Sofort. In die Wurfkiste gelegt wurden ihm die Kommandos sozusagen. "Den müssen Sie mal richtig von hinten erschrecken, da macht der das nie wieder.." Den "Rat" hab ich mal von einem "Kollegen" bekommen. Ich kann´s nur in " " setzen. Eine Schande, dass solche Leute praktizieren dürfen. Und noch schlimmer, Leute mit ihren Hunden dort hingehen und denen das Leben finanzieren. Da wird´s mir schlecht. 

Manche Hundebesitzer mögen mich nicht. Weil ich böse bin. Ganz böse. Mein Hund hat nämlich nie frei. Oder Urlaub. Noch nichtmal am Wochenende. Würde ich erzählen, er hat kein Spielzeug, sie würden vermutlich den Tierschutz anrufen. Müssen sie aber nicht. Das macht Joker selbst. Mehrmals die Woche ruft er schmatzend und kauend dort an und beschwert sich, es hätte heute noch nichts zu essen gegeben. Der kleine Vergessliche...;-) Nach mir und durch mich muss man sich aber auch mit sich selbst auseinandersetzen. Ich rede den Kunden nämlich nicht nach dem Mund. Würde ich das machen, welchen Sinn hätte es, dass sie bei mir anrufen? Dann wär doch alles in Butter?! Ich bin unbequem. Und ehrlich. Und direkt. Manchmal zu direkt. Ich halte den Besitzern den Spiegel vor und viele können und wollen die Schuld nicht bei sich suchen geschweige denn an sich arbeiten und am eigenen Verhalten etwas ändern. Ist ja auch viel einfacher, dem Hund die Schuld in die Schuhe zu schieben. Klappt doch sonst auch. Beim Mann zum Beispiel. Oder der Frau. Der oder die ist Schuld, dass die Ehe in die Brüche gegangen ist. Ich doch nicht. Der Bus ist Schuld, dass ich zu spät zur Arbeit gekommen bin. Nicht etwa ich, die nicht aus der Hüfte gekommen ist und zu spät an der Haltestelle stand. Und ich hoffe, Frau Zitterbusch ruft bald an. Bei mir, nicht bei dem Erschrecker. Für Frau Zitterbusch UND Lucky. 


 


So. Das war´s für heute. Ich beglückwünsche dieses Mal euch. Und ich danke euch. Weil ihr so tapfer bis zum Ende durchgehalten habt. Ich weiß, ich habe sehr viel geschrieben. Mir auch sehr viel von der Seele geschrieben. Dieser Post ist mir eine große Herzensangelegenheit. Ich weiß, dass ich mir wahrscheinlich gerade unter den Hundebesitzern damit wenig Freunde mache. Weil ich Illussionen nehme. Und weil bewusst wird, dass man ohne Veränderung keine Veränderung haben kann. Damit kann ich leben. Aber wenn ich es geschafft habe, einige von euch zum Nachdenken und Reflektieren des eigenen Denkens und Handelns im Umgang mit euren Hunden anzuregen, so hab ich doch viel erreicht. Falls ihr Fragen habt, fragt gerne. Ich lade euch auch ein, auf meiner Homepage schnüffeln zu gehen. Das ist an dieser Stelle ganz ausdrücklich erlaubt und erwünscht;-)
 
Habt eine tolle Woche und seid ganz lieb gegrüßt!
 
 
 
Love, Sandra


 
ROOOAAAARRRR!!! Gefährlicher Kampfhund im Anmarsch :-)!!!
 
Fertiiiiiig :-)
 


P.S. Da bin ich nochmal ;-).. Ich arbeite gerade an einem Video, um zu verdeutlichen, wie gewaltfreies nonverbales Hundetraining aussehen kann. Sobald ich Technik-Genie (hahaha..) das Video fertig habe, werde ich es euch hier präsentieren. Falls es euch interessiert. Was ich doch hoffe ;-) Seid gespannt... Hier schonmal ein paar unbewegte Szenen aus unserem täglichen Trainingsalltag inklusive Arbeitsbekleidung ;-).






 

Die Gummistiefeletten sind eigentlich Reiterstiefeletten, begleiten mich schon eine ganze Weile, sind bequem und super für Matschwetter und Regen. Interessierte Herrchen und Frauchen finden sie hier. Als Oberteile habe ich mich für klassisch weiße und schwarze Rundhalsshirts aus Baumwolle mit meinem Print darauf entschieden. Passend zur Jahreszeit in Kurz- oder Langarm, ähnlich wie hier und hier. Und worauf ich nicht verzichten möchte, ist meine superbequeme schwarze Tregging, die findet ihr hier. So, das war für eventuell interessierte Kolleginnen oder das eine oder andere Frauchen, das gerne mit Klamotten Gassi geht die funktionell sind, aber nicht aussehen wie ich geh jetzt mal den Mount Everest besteigen..

 

Vielen Dank für´s Reinschauen!


 
 

Kommentare:

  1. Ist ja toll! Ich bin total begeistert von deinem Post! Ich kann deine Meinung voll und ganz vertreten und sehe vieles so wie du. Obwohl meine Lilly eindeutig mein Kindersatz ist (gefühlsmäßig), lasse ich sie trotzdem Hund sein. Und ich bin der Meinung, dass "Fehler" in der Erziehung genau so normal sind, wie in der Kindererziehung. Wichtig ist mir, dass die Basis stimmt und ich dem Hund die richtige Pflege und Erziehungsgrundlagen mitgeben kann. Ob er dann im Bett schläft oder nicht, so what. Schade, dass Chemnitz so weit weg ist. Da hätte ich ja gerne mal mit dir geschnackt...Liebe Grüße, Rahel

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    1. Haaallloo meine liebste Rahel,
      hihi, nach einer Ewigkeit schaffe ich es dann doch mal, dir für deinen lieben Kommentar Danke zu sagen.. Das möchte ich aber nicht versäumen :-) Es freut mich sehr, ein Feedback von einem Hundebesitzer zu bekommen und wenn's noch dazu so ein wundervolles und positives ist..:-)
      Hab noch einen gaaanz zauberhaften Feiertag und eine tolle Restwoche und sei ganz lieb gedrückt :-* :-*
      Sandra

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  2. Liebe Sandra,
    ein sehr informativer und wissenswerter Post.
    Zwar kenne ich mich nicht in der Hundewelt aus, aber so einzelne Fälle habe ich schon bei ein paar Hundebesitzern beobachtet.
    Viele Einzelheiten von deinen Text konnte ich aber auch in der Pferdewelt wieder erkennen, obwohl uns hier immer beigebracht wurde die Fehler immer zuerst bei sich selber zu Suchen. Erst dann kommt das Pferd! Doch ich habe so viele schlimme und nicht erfreuliche Sachen gesehen und die Meisten Fehler oder falsche Behandlungen waren in Sportställen, wo ein Pferd das Tier nur noch ein Sportobjekt und Verdiener war und kein Freund oder Teammitglied. Ich könnte Sachen erzählen. Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf das auch der letzte Wachgerüttelt werden kann und über die Jahren hat sich schon viel getan zum Positiven. Doch auch bei uns werden die Pferde immer noch nieder gequasselt und von lauter Musik berieselt das sie schon ganz Meschugge sind. Ich habe mir auch am Anfang eine Trainerin gesucht die mir half eine bessere Kommunikation zwischen mir und meinen Pferd zubekommen. Denn man weiß so vieles nicht und ich bin froh und sehr glücklich, dass wir jetzt so eine enge Verbundenheit zueinander haben. Das wir uns ohne viele Worte und nur mit Körpersprache verstehen.

    Jetzt schaue ich mir mal deine Homepage an.
    Einen schönen Donnerstag.

    Lieben Gruß
    Heike

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    1. Hallo meine liebe Heike,
      ich hab's total verbummelt, mich bei dir für deinen lieben Kommentar zu bedanken :-)! Hab vielen vielen Dank :-) Es freut mich sehr, wenn dir mein Post gefallen hat. Gerade Nicht-Hundebesitzer können dem teilweise viel besser und schneller folgen, weil es einfach logische Vorgänge sind. Dass es ohne Worte und Berieselung für beide Seiten viel entspannter ist, die Erfahrung hast du mit deinen Pferden ja auch machen können. Pferde sind auch sowas tolles, das begeistert mich auch immer wieder :-)
      Hab eine wundervolle Restwoche und fühl dich gedrückt :-*
      Sandra

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  3. WOW <3 deine Bilder sind gigantisch *_* richtig richtig schön. und dein Hundi ist unglaublich süß *_*
    Ich wünsche dir ein super schönes Wochenende <3
    xoxo
    franschka.blogspot.de
    (würde mich sooo freuen, wenn du mal vorbeischaust <3)

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    1. Hallo meine Liebe,
      hab vielen vielen Dank für deinen Kommentar und deine lieben Worte und Komplimente :-* :-) Das freut mich wirklich sehr! Natürlich schau ich gerne mal bei dir vorbei!
      Sei ganz lieb gegrüßt und hab auch eine tolle Restwoche und ein schönes Wochenende :-)
      Sandra

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  4. Hallo Sandra,
    spät aber doch habe ich deinen Post entdeckt. Ich kann nicht so richtig mitreden, da ich nicht vom Fach bin und nie einen Hund gehabt habe und vermutlich auch keinen haben werde (ausser falls ich in der Lotterie Millionen gewinne und ein Tier-Asyl aufmache ;-)), aber ich glaube, ich habe mittlerweile halbwegs kapiert, wie das gewaltfreie Hundetraining funktioniert - und sehe ich das richtig,dass unsichere Leute ohne feste Prinzipien und Gewohnheiten eigentlich nicht zum Hundebesitzer geeignet sind? Ich habe meinen Katzen immer sehr viel Liebe entgegengebracht, aber obwohl sie wahrscheinlich leichter zu halten sind als Hunde waren eigentlich sie immer die Frauchen und ist Mutzo das Herrchen und die doofe Barbara springt sobald er miaut und gibt dem armen hungrigen Fettmops noch ein Katzenkeks.......
    Aber beim Lesen deines Posts habe ich mich köstlich über den offenen und unterschwelligen Humor amüsiert, und eigentlich dürfte kein Hundebesitzer beleidigt sein, denn er müsste eigentlich kapieren dass du Recht hast. Aber Hundebesitzer sind ja oft noch seltsamer als katzenfütternde ältere Damen.....

    Und besonders gefreut habe ich mich über die Fotos von Joker, die sind alle ganz super und er ganz toll lieb!!!!! Und das geborene Fotomodell!!

    Alles Liebe
    Barbara


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    1. Hallo meine liebste Barbara,

      ich freue mich so sehr von dir zu hören und zu lesen:-)! Hab vielen vielen Dank für Deine lieben Worte! Es freut mich wirklich sehr, dass Dir mein Post gefällt und ja, Joker ist definitiv lieber vor der Kamera als ich und ich finde auch, dass er seinen "Job" wirklich super gemacht hat;-)

      Ob man ohne feste Gewohnheiten in der Lage ist einen Hund zu halten, da mag ich mir nicht anmaßen drüber zu urteilen. Strukturiert im Alltag und gefestigt als Person sollte man auf jeden Fall sein, da ich der Meinung bin, man sollte es tunlichst vermeiden einen Hund als persönlichen Therapeuten, Partner- oder Kinderersatz oder Zeitvertreib zu missbrauchen. Er ist ein Individuum mit eigenen Bedürfnissen, auf die eingegangen werden muss. Er braucht Zeit und verbraucht Geld, dessen muss man sich bewusst sein. Und was mir immer noch wichtig ist zu erwähnen: Er ist kein Mensch und hat daher auch keine menschlichen Eigenschaften. Wie man also als Mensch denkt und fühlt ist eine komplett andere Hausnummer als das Denken des Hundes. Er ist in erster Linie egoistisch veranlagt, auch wenn Frauchen und Herrchen immer gerne glauben möchten, er macht das alles weil er sie so liebt;-)

      Wie es sich mit Katzen verhält, da habe ich leider keine Erfahrungen. Ich könnte mir jedoch unter Umständen vorstellen, dass sie genauso gut darin sind, Herrchen und Frauchen zu erziehen und zu manipulieren ;-)

      Fühl Dich ganz fest gedrückt und hab noch eine schöne Woche!

      Alles Liebe

      Sandra :-*

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